Grundrezept für Riebel

Grundrezept für Riebel

Was dem Vorarlberg wie sein „täglich Brot“, ist vielen in Wien so gar kein Begriff. „Riebel und Bramata – was ist denn das?“, werden wir gefragt, oder auch „Was kann man daraus machen?“ Riebelmais ist typischerweise ein weißer Hartmais, der in Vorarlberg über 300 Jahre Tradition hat und in vielerlei Varianten gegessen wird. Näheres über den Ursprung und die „Wiederauferstehung“ des Riebelmaises in Vorarlberg können Sie in diesem Beitrag nachlesen. Und auch in dieser Geschichte habe ich schon darüber berichtet.

Riebelmaiskolben von Richard Dietrich aus Lauterach

Der Unterschied zwischen Bramata und Riebel liegt darin, dass Ersterer grobkörniger ist, es handelt sich um ausgesiebten, reinen Grieß. Riebel hingegen hat einen gewissen Mehlanteil, ist daher feiner und in der Verarbeitung „patziger“.

Das Grundrezept

Ob Sie Ihren Riebel und Bramata nun süß oder pikant zubereiten, als Hauptspeise oder Beilage, bleibt Ihnen überlassen. Am besten ist wohl: mal so, mal so. Das Grundrezept ist immer gleich:

Zutaten

  • 0,5 kg Riebel oder Bramata
  • 2 Liter Flüssigkeit (Wasser, Milch, Brühe, Schlagobers … einzeln oder als Mischung, je nachdem, ob Sie eine süße oder pikante Variante zubereiten wollen)
  • 2 TL Salz
  • evtl. etwas Butter (Geschmacksträger!)

Riebel aus Vorarlberger Riebelmais von Richard Dietrich aus Lauterach beim Eindicken im Topf

Zubereitung

  1. Zutaten vermengen und in einem Topf eindicken lassen.
  2. Ist die Flüssigkeit aufgesogen, Stücke der Masse abstechen und in eine befettete, heiße Pfanne geben (eingefleischte Riebel-Esser verwenden eine Eisenpfanne).
  3. Die Breistücke ordentlich anhocken lassen, damit die Masse an Flüssigkeit verliert (der größte Fehler hierbei ist, ständig zu rühren und herumzustochern, also: Finger weg!).
  4. Dann die Riebel-/Bramatastücke wenden und zerstechen (Krümeligkeit – ob eher grob oder ganz fein – je nach persönlicher Vorliebe).

Der Riebel oder Bramata kann anschließend z.B. mit Zucker gesüßt und mit Apfel- oder Holdermus genossen werden, Preiselbeeren eignen sich ebenso. Oder Sie verwenden ihn als pikante Beilage zu Fleischgerichten. Oder Sie streichen die Masse aus dem Topf auf ein Backblech (statt Stücke davon in der Pfanne anzubraten), backen sie im Backrohr, schneiden sie anschließend in Rauten und braten diese abschließend in der Pfanne heraus. Oder …

Sie merken schon: Die Variationsmöglichkeiten sind schier unendlich. Wir mögen Riebel sowohl süß (mit Milch und Butter angesetzt und zum Schluss mit Zucker bestreut, dazu gibt’s selbstgemachtes Apfelmus) als auch pikant als Beilage oder ganz gesund als Frühstücksbrei.

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