Haut und Lippen bei Kälte schützen

Haut und Lippen bei Kälte schützen

In den letzten Tagen haben auch Sie sich bestimmt schon mal die Frage gestellt: Wie kann ich Haut und Lippen bei Kälte schützen? Meine Haut ist von Natur aus wie ein Mimöschen beschaffen, reagiert äußerst empfindlich auf Temperaturschwankungen, Umwelteinflüsse und unnatürliche – sprich: industriell gefertigte – Nahrungsmittel. Ich muss Haut und Lippen bei Kälte also ganz besonders schützen, andernfalls rächt sie sich mit roten Flecken, Ekzemen oder schuppigen Stellen. Wie bei der Ernährung habe ich auch in Sachen Hautpflege vor Jahren auf „Natur pur“ umgestellt und verwende seither hauptsächlich BIO Pflanzenöle in Rohkostqualität – entweder pur oder mit anderen natürlichen Kosmetika und ätherischen Ölen angereichert, je nach Bedarf. Was für andere unvorstellbar klingt, saugt meine Haut wie ein Schwamm auf, also nein, Fettfilm bleibt bei mir so gut wie nie auf der Haut übrig.

Je nach Anwendungsgebiet und körperlichem Bedürfnis bereite ich mir meine eigenen Cremen zu. Im oberen Bild sehen Sie folgende selbstgemachte Cremen:

Obere Reihe von links nach rechts: Creme für Muskelbeschwerden, Aprikosenkernöl, Mandelöl.
Untere Reihe von links nach rechts: winterliche Gesichts- & Handcreme, Lippencreme, Öl gegen Kopfschmerzen, Kokosnussöl.

Nun verrate ich Ihnen der Reihe nach, was meine Cremen beinhalten und wofür ich sie verwende:

Creme für Muskelbeschwerden

Hierfür habe ich Kokosnussöl mit ein paar Tropfen ätherischer Öle (Ingwer, Vanille und Zimtrinde) angereichert. Wenn ich Nacken- oder Schulterverspannungen habe, massiere ich diese Creme ein.

Aprikosenkernöl

Unser BIO Aprikosenkernöl von der Ölmühle Sailer hat Rohkostqualität und ist reich an ungesättigten Fettsäuren, Vitamin B und Vitamin E, ist für alle Hauttypen geeignet und wird besonders bei trockener Haut empfohlen. Genau richtig für mich! Ich trage das Aprikosenkernöl im Winter gerne als Kälteschutz im Gesicht (inklusive Lippen) auf und verwende es ganzjährig zur Körperpflege (riecht sehr angenehm).

Mandelöl

Das BIO Mandelöl von der Ölmühle Sailer hat ebenfalls Rohkostqualität, beinhaltet einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren, Vitamin A, Vitamin B, Vitamin E, Kalium und Magnesium. Mandelöl macht die Haut geschmeidig, hält sie feucht und eignet sich hervorragend zur Pflege trockener Haut (und auch Babyhaut!). Ich verwende Mandelöl sowohl als „Bodylotion“ (ganzjährig) als auch für Gesicht und Lippen (in der kalten Saison).

Winterliche Gesichts- & Handcreme

Hierfür mische ich zu ungefähr je einem Drittel Olivenbutter, Kakaobutter und Kokosnussöl (vom Kokosnussöl nehme ich ein wenig mehr als ein Drittel, damit die Creme schön geschmeidig wird, ansonsten ist sie zu fest). Diese drei Bestandteile lasse ich in einem Gefäß schmelzen (entweder im Wasserbad oder am Heizkörper) und verrühre sie dann ordentlich mit ätherischen Ölen – Letztere wähle ich immer nach Lust und Laune, mal ist es Lavendel (beruhigend), mal Litsea (energiespendend), im konkreten Fall eine Mischung aus Bergamotte (erfrischend), Pfefferminze (erfrischend), Lavendel und Kamille (beruhigend). Olivenbutter, Kakaobutter und die ätherischen Öle haben mit KÖSTLICHES AUS VORARLBERG nichts zu tun, ich verrate Ihnen aber gerne, wo ich diese Dinge beziehe: bei Art of Beauty in Wels. Meine winterliche Gesichts- und Handcreme verwende ich – wie der Name schon verrät – im Winter für Gesicht und Hände (und auch gerne für rauhe Fersen).

Lippencreme

Für meine Lippencreme mische ich ebenfalls Olivenbutter, Kakaobutter und Kokosnussöl zu ungefähr jeweils einem Drittel, wobei für die Lippencreme der Anteil Kokosnussöl ein wenig geringer sein darf, damit die Lippencreme fester in der Konsistenz wird. Die Vorgehensweise ist dieselbe wie bei meiner winterlichen Gesichts- & Handcreme (siehe voriger Punkt) und auch meiner Lippencreme füge ich meist ein ätherisches Öl (am liebsten Litsea, weil es so einen erfrischenden Geruch hat) hinzu. Zum Abschluss stelle ich die Lippencreme in den Kühlschrank, damit sie fest werden kann.

Tipp: Kokosnussöl wird erst bei rund 25 Grad Celsius flüssig und durchsichtig, bei Temperaturen darunter ist es fest und milchig-weißlich. Um es gut verarbeiten zu können, stelle ich es im Winter einfach kurz auf einen Heizkörper und schon wird die Konsistenz geschmeidig.

Öl gegen Kopfschmerzen

Die hervorragende Wirksamkeit von ätherischem Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen ist durch mehrere Studien belegt, vor allem bei Spannungskopfschmerzen. Es wirkt auf die temperaturempfindlichen Nerven, was sich durch ein spürbares Kältegefühl bemerkbar macht. Für mein Öl gegen Kopfschmerzen füge ich ein paar Tropfen ätherisches Pfefferminzöl zu Kokosnussöl hinzu und vermische es ordentlich. Bei Kopfschmerzen massiere ich mit den Spitzen meiner beiden Ringfinger ein wenig von meinem Öl gegen Kopfschmerzen auf meinen Schläfen ein (und gegebenenfalls auch am Haaransatz auf der Stirn oder im Nacken oder auch oberhalb der Augenbrauen – je nachdem, wo der Kopfschmerz aktuell sitzt).

Kokosnussöl

Kokosnussöl ist für mich ein Allrounder, all year long. Ich verwende es sowohl zur Körperpflege als auch im Gesicht und für meine Lippen und Hände – das ganze Jahr über. Für mich verbreitet Kokosnussöl dank seines Geruchs immer ein wenig Urlaubsfeeling und ich liebe dieses Öl auch im Sommer, weil es schnell einzieht und keine Farbflecken auf heller Kleidung hinterlässt (mit diversen anderen Ölen habe ich mir schon einige weiße Kleidungsstücke zerstört …).

Tipp: Sämtliche hier vorgestellten Cremen und Öle generell können ihre Wirkung am besten entfalten, wenn sie auf die noch leicht feuchte Haut (bzw. Lippen) aufgetragen werden. Dazu entweder nach dem Duschen nur „schlampig“ abtrocknen oder die Haut z.B. mit einem Waschlappen leicht anfeuchten.

Vielleicht ist ja das ein oder andere für Sie dabei – ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Freude beim Mixen und Ausprobieren!

Comments are closed.